OEVRE (Text von Ralf Seifert, Kunstpädagoge)
 
Iven Zwanzigs Oevre beinhaltet unmittelbar die Auseinandersetzung mit den Dingen, welche für ihn prägnant mit seiner Heimatstadt Dresden verbunden sind. Er fokusiert dabei die historische Entwicklung Dresdens vor allem seit der Zerstörung 1945. Großformatige Ölgemälde sowie mit unterschiedlichen Zeichenmitteln geformte Grafiken, die Einblicke in die gequälte Seele dieser Stadt gewähren sind hierbei mit zeitgemäßer Bildsprache versetzt, die sich u. a. durch Abstraktion, Reduktion und Modulation auszeichnet. Die diskursiv angelegte Ästhetisierung gesellschaftlicher Erinnerungskulturen mittels gemeinsamer Icons (Symbole) ist ein Phänomen, welches seit den frühen siebziger Jahren in der Bildenden Kunst verstärkt festzustellen ist. Iven Zwanzig bedient sich entschlossen dieser Formungen und beherrscht sie souverän, um seiner Heimatstadt Denk-Male zu stiften.
Desweiteren sind seine Themen figürlicher Art. Portrait, Akt, Tanzbewegungen. Improvisationstanz der Palucca-Schüler. Der menschliche Körper in seiner Einzigartigkeit, Eigenwilligkeit, Intuition und Widersprüchlichkeit.